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Neato Botvac D7 Connected Test

86 / 100% Testergebnis
Neato Botvac D7 Connected Test
86%
"Der Neato D7 hat richtig was auf dem - und in dem - Kasten. Klare Empfehlung!"
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Der Richtige für Ihren Haushalt?

Empfohlene Fläche
unbegrenzt
Geeignete Böden
Hartböden, Teppiche
Max. Schwelle
2,0 cm
Bauhöhe
10 cm
Multiraum
App

Gesamtergebnis im Test

Gesamtbewertung

86.44%

Preis-/Leistung: 72%

Lieferumfang & Zubehör
81.7%
Reinigung Hartböden
91%
Reinigung Teppiche
83%
Navigation & Funktionen
88.5%
Benutzerfreundlichkeit
82.8%

Fazit zum Neato Botvac D7 Connected Test vorneweg - Gute Alternative zu China-Produkten

autor andreas
von: Andreas Markl
·Über uns
aktualisiert am: 05. April 2020

Der Neato D7 ist ein durchweg gelungener Saugroboter. Er besitzt eine tolle Reinigungsleistung auf Hartböden und Teppichen. Seine Navigation ist extrem smart und die App ist auch toll. Der D7 hat nicht allzu viele Schwächen. Aber der D7 hat ein Problem.

Neato-D7-im-Test

Boris entgeht nichts – das können Sie mir glauben. Alle Ergebisse gibt es jetzt für Sie im Testbericht.

Und dieses Problem kommt aus China und heißt Xiaomi Roborock S50. Der Neato D7 ist vielen Tests echt nah am Roborock dran. In der Saugleistung schlägt er ihn sogar.

Insgesamt reicht es aber einfach nicht – auch wenn es knapp war. Außerdem kann der S5 auch noch wischen und ist ca. 150 Euro günstiger. Der Roborock S5 überzeugt mehr und ich habe mich auch privat für ihn entschieden.

Neato-Botvac-Connected-D7-Saugtest-vorher

Kleiner Spoiler: Von den 100 Gramm Haferflocken bleibt nichts übrig.

Trotzdem schicke ich an dieser Stelle ein paar Grüße in die Staaten – zu Neato. Ihr habt einen tollen Job gemacht und einen extrem guten Saugroboter entwickelt. Wenn ihr jetzt die Sprachsteuerungen für alle Smarthome-Devices auch in Deutsch einführt und die App-Abstürze behebt, bin ich happy.

Wenn Sie also aus irgendeinem Grund auf den Roborock S5 verzichten möchten, dann ist der Neato D7 meine direkte Alternativ-Empfehlung. Mit ihm machen Sie definitiv nichts falsch. Hier geht’s direkt zu Amazon*.

Für alle anderen: Den Roborock S5 gibt mittlerweile mit CE-Zertifikat ganz offiziell auch für Deutschland. Über diesen Link gelangen Sie direkt zu Amazon*.

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Ein wahres Saugmonster: Neato Botvac D7 Connected Test (2020)

Der Neato D7 ist definitiv ein Saugroboter, der sich stark vom dem ganzen Einheitsbrei auf dem Markt abhebt. Ob das gut, schlecht oder irgendwas dazwischen ist, erfahren Sie jetzt!


Weitgehend sehr gute Saugleistung des Neato D7 (außer in Ecken)

Wir testen die Saugleistung unserer Roboter immer in verschiedenen Tests und natürlich auch im Alltag. Der D7 hat sich dabei richtig gut geschlagen.

Ecken und Kantentest vorbereitung

Wir wiegen in unseren Saugtests alles exakt ab: sowohl den Schmutz als auch die Saugbehälter vorher und nachher.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Auf Hartböden saugt der Neato D7 alles ein, was ihm in die Quere kommt.
  • Durch die ungünstige Positionierung der Seitenbürste überzeugt er trotz D-Form in Ecken nicht.
  • Auf Teppichen macht sich die Power des D7 bemerkbar – gute Leistung!

Kein Wunder! Mit 2000 pa Saugleistung besitzt er neben dem Roborock S5 (ebenfalls 2000 pa) die meiste Saugkraft aller Saugroboter. Zusammen mit der Kombisaugbürste, gibt das ein richtig starks Gesamtpaket ab.

Sehr gutes Saugergebnis auf Hartböden

Schauen wir den ersten Test an: Ich verteile in unserem Testareal (1×1 m) immer insgesamt 75 Gramm Schmutz: jeweils 15 Gramm Kaffee, Haferflocken, Linsen, grobes Müsli und Sand.

D7 Hartboden Alltagtest vorher

So sieht unser Hartboden-Saugtest vorher aus.

Die Zusammensetzung (fein und grob) des Schmutzes deckt alles ab, was der D7 im Alltag auch reinigen muss. Genau wie alle anderen Modelle hat auch der Neato Saugroboter exakt 5 Minuten Zeit.

Ich habe den Neato D7 übrigens im Turbo- und nicht im Eco-Modus saugen lassen. Ich wähle bei unseren Tests immer die höchste Stufe als Vergleichswert, vorausgesetzt der Roboter kann diese auch speichern.

D7 Hartboden Alltagtest nachher

Schon nach kurzer Zeit ist klar: Saugen kann der D7 – aber mal so richtig.

Schon nach knapp einer Minute war die Testfläche größtenteils frei von Schmutz. Man merkt sofort wie viel Power der D7 hat und dass er diese auch auf den Boden bringt.

Das Ergebnis am Ende der 10 Minuten war sehr überzeugend: Ganze 97,33% hat der D7 am Ende ausgesaugt. Das ist ein ziemlich gutes Ergebnis.

D7 mit vollem Saugbehaelter 2

Und über 97% landen dann am Ende auch im Saugbehälter.

Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, mit der der Saugroboter den Schmutz aufnimmt. Anders als viele Konkurrenten, muss der D7 nicht zwei- oder dreimal über die großen Schmutzmengen in unserem Testareal fahren. Nach einer Überfahrt ist quasi der gesamte Schmutz beseitigt.

Solide in Ecken und Kanten (ungünstige Position der Seitenbürste)

Im Ecken- und Kanten-Saugtest lässt der Neato D7 einiges von den verteilten 25 Gramm Kaffee in den Ecken liegen. Mit 69% aufgesaugtem Material erreicht er aber immerhin ein durchschnittliches Ergebnis.

Ecken und Kantentest Reste

Das bleibt am Ende übrig: In die Ecken kommt der Neato D7 nicht optimal.

Es gibt einen kleinen Bereich an den er mit seiner Seitenbürste nicht rankommt. In dem kleinen 1×1 Meter Bereich fällt das natürlich wesentlich mehr auf. Schließlich hat ein normaler Raum meistens die gleiche Anzahl an Ecken auf deutlich mehr Fläche.

kleine Buerste im Fokus

Die Seitenbürste liegt zu weit unten. Ein unnötiger „Fehler“.

Die Position der Seitenbürste ist ungünstig gewählt. Denn sie ist nicht weit genug vorne am Rand des Roboters. Beim sehr ähnlichen Vorwerk Kobold VR300 wurde das besser gelöst. Mit 97% im Ecken- und Kanten-Saugtest schneidet er auch viel besser ab. Die D-Form des Roboters hätte Neato Robotics definitiv besser nutzen können – schade.

Ecken und Kantentest D7 sein Radius den er nicht saugt

Exakt diesen Bereich erreicht der D7 ausgehend von den Ecken nicht.

Anders als sein kleiner Bruder – der Neato D4 – besitzt der D7 aber wenigstens eine Seitenbürste.

Auf jeden Fall für Haushalte mit vielen Haaren geeignet

Auch den Umgang mit (Tier-)Haaren teten wir natürlich umgangreich. Jeder Roboter muss sich 1 Gramm 17 cm langes Haar stellen.

Haare im Saugbehaelter

Ein ganz großer Teil der verteilten Haare landet im Saugbehälter.

Der Neato D7 erreicht am Ende 87,5 Prozentpunkte. Ein großer Teil der Haare landet dabei im Saugbehälter, ein kleiner Teil wickelt sich um die Hauptbürste. Der Neato D4 schneidet mit 97% deutlich besser ab. Das könnte sehr wahrscheinlich daran liegen, dass die Modelle unterschiedliche Teppichbürsten nutzen.

Geeignet für Haushalte mit Teppichen

Hier habe ich mir besonders viel vom Neato Botvac D7 Connected erwartet. Und ich wurde alles andere als enttäuscht. Nur wenige Saugroboter können in der Teppich-Reinigung mit dem D7 mithalten.

Kurzflortest vorher D7

Insgesamt 100 Gramm Sand massieren wir in unsere Teppiche ein, um die Tiefenreinigung unserer Saugroboter zu testen.

In unserem ersten Teppich-Test verteile ich 100 Gramm Sand auf einem Kurzflor-Teppich und massiere den Sand ein. Auch hier haben alle Modelle wieder 5 Minuten Zeit. Der Neato D7 schneidet mit 81% richtig gut ab.

D7 vs D4

Der kleine Bruder D4 übertrifft den D7 in der Reinigung von Teppichen.

In unserem zweiten Test, dem dickeren Softflorteppich-Test (100g Sand, 5 Minuten), zeigt der D7 aber mal so richtig was er kann. Er saugte insgesamt 73% der gesamten Sandes wieder auf. Damit schlägt er den Roborock S5 um ganze 13%. Aber auch hier: Der kleine Bruder Neato D4 schafft ganze 85% – und das obwohl die Modelle fast baugleich sind.

D7 und D4 Buerstenvergleich

Die Bürste des D4 (l) liefert in unseren Saugtests bessere Ergebnisse als die des Neato D7 (r).

Die breite Hauptbürste (über 10 cm breiter als beim Roborock S5) und der starke Saugmotor machen den Neato D7 zu einer echten Teppichwaffe. Was zusätzlich auffällt: Auch von der Oberfläche unserer Teppiche hebt der D7 mühelos alles von feinem bis gröberen Schmutz auf.

Lautstärke: leise geht anders

Haben Sie schon mal einen Düsenjet gehört? Perfekt, dann wissen Sie jetzt auch wie laut der Neato D7 ist – im Eco-Modus 😁. Es tut mir Leid, ich liebe diese Smileys :D.

Ich habe natürlich gerade etwas übertrieben, so sehr liebe ich die Smileys auch nicht. Ok, jetzt aber Spaß bei Seite – natürlich war die Lautstärke des Neato D7 gemeint.

Lautstaerketest D7

Leise geht anders lieber Neato D7…

Für beide Saugstufen haben wir folgende Werte aus 1,5 Metern gemessen:

  • Eco-Modus: 66 dB
  • Turbo-Modus: 70 dB

Allerdings ist es schon auffällig, dass der D7 extrem laut ist. Der Deebot Ozmo 930 kommt zwar nicht ganz an die Saugleistung des D7 ran, ist aber er auch wesentlich leiser. Wenn Sie also ein Problem mit der Lautstärke haben, könnte das ein Ausschlusskriterium für Sie sein.

Wenigstens schlägt der Neato D7 selten mit seinem Bumper an. Andere Saugroboter sind zwar häufig rein vom Motor her leiser, krachen aber gegen Hindernisse. Das ist dann besonders nervig. Beim D7 ist das nicht der Fall.

Eine Sprachausgabe besitzt der Neato D7 ja nicht. Die Töne, die er von sich gibt, sind aber angehnehm und klar hörbar.


Kinderleichte Inbetriebnahme mit intiuitiven Anleitungen

Der Neato D7 selbst ist nicht allzu schwierig in Betrieb zu nehmen. Ok, sind wir ehrlich: Eigentlich müssen Sie garnichts tun. Der Saugroboter kommt direkt fertig zusammengebaut bei Ihnen zuhause an. Sieht man auch nicht alle Tage.

Aber, was benötigt unser Neato Flaggschiff natürlich noch? Richtig: Saft! Deswegen müssen Sie den Saugroboter erst mal ein paar Stunden an die Ladestation stecken, bevor Sie ihn starten können.

Das Anstecken des D7 an die Ladestation funktioniert so:

  • Entfernen Sie alle Schutzfolien am Roboter
  • Führen Sie das Ladekabel durch das Kabel-Aufbewahrungsfach und stecken Sie es an
  • Stellen Sie die Ladestation mit ca. einem Meter Platz nach links und rechts auf
  • Drücken Sie die eingerundete Seite des Neato D7 gegen die Ladekontakte

So verwenden Sie den Neato D7 ohne App

Prinzipiell können Sie den D7 natürlich auch wunderbar ohne App betreiben. Auto- und Spot-Modus lassen sich einfach direkt am Gerät auswählen und dank des Magnetbandes können Sie sogar einzelne Bereiche absperren.

D7 alle Symbole

Die Symbole auf dem Neato D7 helfen Ihnen bei der Steuerung ohne App.

Durch das einmalige Drücken der Start-Taste beginnt der Neato D7 die klassische Hausreinigung. Er fährt also alle ihm zugänglichen Bereiche systematisch ab. Wenn Sie den Saugroboter pausieren möchten, drücken Sie wieder die Start-Taste. Für das erneute Aufnehmen der Reinigung gilt das Gleiche.

Wenn Sie die Start-Taste allerdings 5 Sekunden gedrückt halten, bricht der D7 seine Reinigung ab und fährt zurück zur Ladestation.

Neben dem Auto- besitzt der Neato D7 auch einen Spot-Modus. In diesem reinigt er einen kleineren Bereich. Diesen aktivieren Sie indem Sie die Start-Taste zweimal drücken.

Neben der Start-Taste sehen Sie 4 kleine LEDs. Diese zeigen Saugmodi, Akkustand, Füllstand des Saugbehälters und WLAN-Verbindung an. Die Anzeigen sind dezent und unauffällig, wenn es darauf ankommt aber klar lesbar.

Leider hat Neato dem Saugroboter keine Stimme gegeben. Deswegen gibt es ausschließlich Piepstöne auf die Ohren, wenn der Roboter etwas von Ihnen will. Die Töne sind aber angenehm und nicht so nervig wie beim iRobot Braava 390t.

So verbinden Sie sich mit der App (Schritt-für-Schritt Anleitung)

Ich nutze die App des Neato D7 eigentlich immer, weil sie sehr umfangreich ist und mir das Leben deutlich erleichtert.

App Neato Tipps fuer Raumerstellung

App Neato Startscreen

Mittlerweile habe ich ja schon ein paar Saugroboter-Apps auf dem Buckel. Und bisher hat mich – rein von der Bedienung her gesehen – noch keine wirklich umgehauen. Die Neato Robotics App ist aber wirklich schön gestaltet. Alles ist extrem übersichtlich. Außerdem gibt es gerade für die Kopplung mit dem Roboter eine sehr detaillierte Anleitung mit animierten Videos.

Trotzdem möchten ich Ihnen hier nochmal alle Schritte zur Kopplung mit dem Neato D7 auflisten:

  • Laden Sie die App kostenlos herunter (iOs oder Android).
  • Erstellen Sie sich ein Neato Konto und bestätigen Sie Ihre Email-Adresse.
  • Versetzen Sie den Roboter in den Kopplungsmodus (durch Aus- und wieder Einschalten).
  • Tragen Sie Ihr Wlan Passwort ein (Klappt mit 2,4 und 5 Ghz)
  • Finito! Ihr Neato D7 ist jetzt mit der App verbunden

Das war es auch schon. Jetzt stehen Ihnen einige wirklich coole Funktionen zur Verfügung. Und die schauen wir uns jetzt gemeinsam an.


Diese coolen Features bietet der Neato D7

Die Neato Robotics App ist nicht so bis oben hin vollgestopft wie man es beispielsweise von Roborock kennt. Anfangs dachte ich eher, dass das Punkt-Abzug in unserem Neato D7 Test kostet.

Allerdings war ich schnell positiv von der App überrascht. Wichtige Funktionen, wie No-Go-Lines oder Zonen-Reinigung, sind an Board. Insgesamt wirkt sie aber nicht so überfüllt mit Funktionen und aufgrund des schönen Designs habe ich mich sehr schnell zurecht gefunden.

Grundsätzlich läuft die App sehr stabil. Allerdings ist sie in der aktuellen Firmware auch hin und wieder abgestürzt. Alles in allem gibt es aber einen Daumen hoch.

Mein Grundriss (Kartierung): Ohne Live-Vorschau nur halb so amüsant

Damit Sie auf einige der Funktionen zugreifen können, muss der Neato D7 einen Grundriss Ihrer Wohnung erstellen. Anders als beispielsweise beim Roborock S5, macht er das aber nicht automatisch.

App Neato Tipps fuer Ladestation

App Neato Moeglichkeiten der App

Sie müssen diesen Vorgang erst über den Reiter „Mein Grundriss“ aktivieren. Ich war zu Beginn etwas verwirrt, da ich fest davon ausgegangen bin, dass der D7 wie andere Karten-Roboter sofort damit loslegt.

Schlimm ist das aber nicht. Kurz vor dem Start weist Sie die App noch daraufhin, dass Sie alle Türen öffnen und Objekte aus dem Weg räumen sollen. Das ist auch ziemlich wichtig, weil der Neato D7 ein geschlossenes Zimmer in späteren Reinigungsdurchgängen nicht automatisch zur Karte hinzufügt, wenn er es dann reinigt.

App Neato Schlafzimmer

App Neato Grundriss 3

Wenn Sie das bestätigen, reinigt der Neato D7 die aktuelle Etage und erstellt die Karte. Das müssen Sie mir einfach mal glauben, denn einen Hinweis darauf werden Sie erstmal nicht finden.

Denn der Neato Saugroboter generiert die Karte nicht zusätzlich auf Ihrem Smartphone. Beim Roborock S5 und dem Deebot Ozmo 930 können Sie quasi zusehen, wie die Karte entsteht.

Was ich auch etwas schade fand: Auch wenn die Karte mal zusammengestellt ist, können Sie Ihrem D7 nicht über die App beim Saugen zusehen. Es gibt leider keine Live-Vorschau, wie Sie es vielleicht von anderen LDS-Robotern kennen. Das hat mir schon hin und wieder mal gefehlt, wenn ich nachsehen wollte, wie lange der D7 noch braucht und wo er sich gerade befindet.

App Neato Grundriss gross 2

App Neato Raum umbenennen

Die Erstellung der Karte hat in zwei von drei unserer Testwohnung einwandfrei funktioniert. In der dritten gab es ein kleines Problem:

Dort liegen zwei Langfloorteppiche. Die anderen Roboter fahren dort erst gar nicht hinauf, da sie sich sowieso festfahren würden. Der Neato D7 ist aber wohl etwas übermütiger. Jedes mal fuhr er bei der Kartenerstellung auf die Teppiche und blieb hängen. Es kam in den sehr hohen Flooren auch gefühlt nur in Zeitlupe voran. Das hat also gedauert, und gedauert und gedauert.

Normalerweise würde ich so einen Bereich einfach per No-Go-Lines absperren. Der D7 besitzt dieses Feature ja auch. Nur leider können Sie logischerweise erst darauf zugreifen, wenn die Karte erstellt wurde.

Allerdings muss ich dem D7 zu Gute halten: Er besitzt ein Magnetband im Lieferumfang. Also: Band um den Teppich legen und alles lief einwandfrei.

Sobald der Neato D7 in seine Ladestation zurückkehrt, ist der Grundriss fertig erstellt. Er weist Sie dann darauf hin, dass Sie diesem doch bitte einen Namen geben und ihn abspeichert.

Im August 2018 dachten sich die Neato Entwickler wohl: „Eier, wir brauchen Eier!“ Denn Sie haben den D7 ein kleines Update verpasst. Ab jetzt konnte er mehrere Karten speichern. Sie können also für jede Etage einen Grundriss anlegen.

Ein Feature auf das der Deebot Ozmo 930 und der Roborock S5 immer noch warten.

Bis auf den kleinen Schnitzer mit dem Langfloor-Teppich hat die Kartenerstellung und -verwaltung einwandfrei funktioniert. Leider können Sie ihm nicht bei der Arbeit über die App zusehen. Die Speicherung mehrerer Grundrisse ist allerdings ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

„Wehe, du zerlegst uns die Lego-Burg!“ – Schluss damit mit No-Go-Lines

Ich sage es immer wieder: No-Go-Lines sind einfach nur genial. Sie sind für mich das wichtigste Feature eines Saugroboters.

App Neato Tipps fuer Raumerstellung

App Neato No Go Lines 2

Denn es gibt gefühlt in jeder Wohnung Stellen, die ein Saugroboter besser nicht anfahren sollte.

  • Empfindliche Stehlampen
  • Die Spieleecke der Kinder
  • Oder das heilige Reich der Katze

Alles kann per App für den Roboter gesperrt werden.

Um für No-Go-Lines für den Neato D7 einzurichten, wählen Sie den gewünschten Grundriss aus und zeichnen per Fingergeste eine orange Linie in die Karte. Diese wird der D7 nicht überfahren.

Anders als bei Ecovacs und Roborock gibt es keine Vierecke, die Sie zusätzlich auswählen können. Die Linien des D7 verbinden sich allerdings, wenn diese nah genug aneinander sind. Damit können Sie leicht einen ganzen Bereich absperren. Eine kleine Meter-Anzahl wäre aber noch nett gewesen. Das erleichtert Ihnen das Abschätzen der Linienlänge.

App Neato No Go Lines

App Neato Grundriss gross

Ansonsten funktioniert das aber von der Bedienung her sehr schön. Sie können die Karte problemlos größer und kleiner zoomen und dann eine oder mehrere Linien einzeichnen. Das funktioniert auch sehr präzise.

Aktuell schmiert die App dabei aber gern mal ab. Das hat einen faden Beigeschmack. Ich hoffe mal, dass das Problem schnell behoben wird. Die Linien bleiben selbstverständlich so lange gespeiert, bis Sie diese wieder löschen.

So reinigt Ihr Neato D7 nur einen bestimmten Bereich (z.B. die Küche)

Neben dem Absperren bestimmter Bereiche (No-Go-Lines) können Sie auch gezielt Zonen auswählen. Wenn Sie beispielsweise nur die Küche (und eben nicht die ganze Etage) reinigen lassen möchten, wählen Sie diese aus und schicken Sie den D7 dort hin.

Dazu öffnen Sie einfach Ihren gewünschten Grundriss, zeichnen ein Viereck in die Karte und schon kann es losgehen. Der Saugroboter reinigt dann nur die gezeichnete Zone.

App Neato neue No Go Zone

App Neato No Go Zone

Die Zonenreinigung ist bei der Konkurrenz aber etwas besser umgesetzt. Der Xiaomi Roborock S5 (zum Test) kann mehrere Zonen gleichzeitig reinigen. Sie können sogar auswählen, wie oft das geschehen soll. Der Deebot Ozmo 930 teilt Ihre gesamte Etage automatisch in Bereiche ein. Meistens ist jedes Zimmer ein Bereich. Diese können Sie dann anhaken und reinigen lassen.

Auch beim Neato D7 können Sie ganze Zimmer auswählen. Dafür müssen Sie aber ein wenig tricksen und den gewünschten Raum per Viereck umrahmen.


Zeitprogrammierung: Ihr persönlicher Reinigungsplan für den Neato D7

Mit einer Zeitprogrammierung können Ihrem Neato D7 mitteilen, wann er automatisch zum Saugen beginnen soll. Für mich ist das typischerweise jeden Tag um 14:00 Uhr, da ich um diese Zeit gerade mit dem Kochen fertig bin.

Das klappt mit dem Neato Saugroboter auch sehr gut, da Sie nicht nur…

  • Tag
  • Uhrzeit
  • Saugstärke
  • sondern auch die Zone

…einstellen können.

Das macht den Neato D7 gleich deutlich flexibler und nützlicher für Ihren Alltag, da er nicht immer die gesamte Etage reinigen muss, wenn nur ein Zimmer fällig ist.

Spot-Modus für stark verschmutzte Bereiche

Wir haben bisher die ganze Zeit über den Auto-Modus des Neato D7 gesprochen. Allerdings gibt es ja noch ein weiteres Reinigungsprogramm: den Spot-Modus.

Viele günstigere Saugroboter besitzten einen ähnlichen Modus. Allerdings ist er beim D7 wesentlich besser umgesetzt. Während günstigere Modelle einfach einen immer größer werdenden Kreis abfahren, reinigt er Neato D7 einen 2,1 x 2,1 m großen Bereich systematisch.

Er grenzt diesen erst ein, indem ihn einmal umrandet und sich dann Bahn für Bahn nach innen arbeitet. Weil seine Seitenbürste sehr kontrolliert arbeitet, schießt er auch keinen Schmutz aus dem Bereich nach außen, wie es günstigere Modelle gerne mal im Spot-Modus tun.

Ich nutze den Spot-Modus zwar eher selten, sollte es aber mal einen Küchenunfall geben ist er sicher nützlich. Dann trage ich den Saugroboter einfach zum entsprechenden Bereich und drücke die Start-Taste doppelt. Nach 1-2 Minuten dürfte sich das Problem dann auch erledigt haben.

Beim Roborock S5 funktioniert der Spot-Modus allerdingt noch ein kleines Stück automatisierter. Denn per App können Sie den Kombiroboter einfach an die gewünschte Stelle schicken, ihn in den Spot-Modus versetzen und dann wieder zur Ladestation schicken. Sie müssen den Roboter also nicht mal zur entsprechenden Stelle tragen.


Ein durchweg gelungenes Fahrverhalten

Insgesamt hat der D7 mich in Sachen Navigation zum großen Teil überzeugt. Er reinigt sehr systematisch, weiß immer wo er sich gerade befindet und erzielt eine hohe Flächenabdeckung.

Neato im Testzimmer

In Sachen Navigation und Fahrverhalten hat der Neato D7 auf jeden Fall überzeugt.

Mit dem absoluten König der Navigation, dem Xiaomi Roborock S6, kann er zwar nicht mithalten. Viel schlechter schneidet in unserem Test in dieser Kategorie aber nicht ab.

Ergebnisse auf unserer Teststrecke

Der Neato D7 fährt sehr gemächlich und langsam durch Ihre Räumlichkeiten. Für unser 14 m² großes Testzimmer hat er 22 Minuten gebraucht. Damit ist er ganze 8 Minuten langsamer als der Roborock S6.

Schlimm finde ich das allerdings nicht. Denn der D7 reinigt trotzdem (oder vielleicht auch genau deswegen) sehr präzise. Durch seine Zwischenladungen kann er auch sehr große Etagen reinigen. Die Akkuleistung und die Geschwindigkeit spielen also in diesem Fall keine allzu große Rolle.

D7 schafft die 2cm

2,0 cm sind zwar die Obergrenze an maximaler Höhe – ein guter Wert ist das aber allemal.

Türschwellen schafft der Saugroboter bis zu 2,0 cm. Hier wird es zwar schon manchmal eng, aber diese Höhe hat er bei uns immer geschafft. Zwar blieb er im ersten Anlauf kurz hängen, befreite sich dann aber und überwindete die Schwelle dann, indem er sie quer anfuhr.

Auf Teppiche fährt er sehr souverän hinaus – ohne diese zu verschieben. Auch bei der leichten Badematte in unserem Testzimmer hab es keine Probleme.

D7 schafft die 11cm

Auch unter die 11 cm Höhenmessung schafft er es problemlos.

Mit genau 10 cm liegt er für einen LDS Saugroboter im Mittelfield was die Bauhöhe angeht. Lustig aber: Der D7 hat unter unserer Couch gesaugt. Die hat der Roborock S5 ausgelassen, obwohl der 0,4 cm flacher ist.

Insgesamt navigiert der Neato D7 aber sehr präzise. Besonders Kanten und gerade Hindernisse fährt er sehr genau ab. In die Füße unseres Bürostuhls konnte er sich allerdings nicht so genau hineinarbeiten, weil das seine eckige Form nicht so richtig hergibt.

Auch im Alltag navigiert der D7 zuverlässig

Durch seinen LDS (Laserdistanzsensor) ist er den meisten Saugrobotern in Sachen Navigation weit voraus. Er misst die gesamten Räumlichkeiten millimetergenau ab und weiß immer, wo er sich gerade befindet.

D7 sonnt sich

Stabil unterwegs: der Neato D7 zieht seine Bahnen.

Ich finde es auch besonders cool, dass er jede Etage Raum für Raum reinigt. Dadurch können Sie sich besser darauf einstellen, wo er gerade saugt.

Sein Engstellen-Verhalten ist zwar grundsätzlich sehr gut, allerdings ist vorne doch schon sehr breit. In unserem Neato D7 Test fuhr er durchaus Stellen nicht an, die andere Roboter noch reinigen konnten. Außerdem hebt seine hintere Hälfte manchmal seltsam an, wenn er aufgrund der Enge nicht besonders gut wenden kann.

D7 im Profil

Leider hat sich der Neato D7 an der Oberseite seines LDS aufgekratzt.

Manchmal ist er aber trotzdem etwas ungestüm. Er ist beispielsweise unter eines unserer Regale gefahren und hat die leichte Bodenplatte einfach angehoben. Dabei hat er sich auch die Oberfläche seines LDS-Sensors verkratzt. Das hat zwar keine negativen Einwirkungen auf seine Sensorik, ist aber unnötig.

Neato hat sein Flaggschif mit einem „Care-Modus“ ausgestattet. Wenn Sie diesen aktivieren, navigiert der D7 vorsichtiger. Ich würde Ihnen raten, den Modus anzumachen. Wenn ein Hersteller so etwas zur Verfügung stellt, dann wohl kaum ohne Grund.


Sprachsteuerung / Smarthome: Gut, aber auf Deutsch noch nicht perfekt

Neato Botvac D7 Connected – normalerweise klingen die Namen von Produkten einfach nur fancy und haben eigentlich aber gar keine Bedeutung.

Beim D7 hat das „Connected“ aber einen echten Sinn. Ihnen steht das ganze Arsenal an Smarthome-Features zur Verfügung, um den Neato Saugroboter zu steuern. Zumindest, wenn Sie Englisch sprechen können. Denn für Google Home und des Facebook Chatbot gibt es noch keinen Support der deutschen Sprache.

  • Amazon Echo (auch in Deutsch)
  • Google Home (nur englische Sprache)
  • Apple Whatch
  • Facebook Messenger (nur englische Sprache)

Ich meine ja, prinzipiell ist die Sprachsteuerung bei Saugrobotern nichts grundlegend Neues. Aber eine Steuerung über den Facebook Messenger? Jetzt habe ich wirklich alles gesehen. Schauen wir uns doch mal gemeinsam an, wie Sie über die einzelnen Smarthome-Gadgets mit dem Neato D7 kommunizieren können.

Amazon Echo

Nachdem Sie den Alexa Skill Neato aktiviert haben, können Sie Ihren D7 per Sprachbefehl an Alexa steuern. Im Vergleich zum Sprachsteuerungs-King, dem iRobot Roomba i7+, wirkt die deutsche Alexa Sprachsteuerung noch sehr „basic“:

  • „Alexa, sage Neato, mach weiter.“
  • „Alexa, sage Neato komm zurück zur Station.“
  • „Alexa, sage Neato starte Reinigung.“
  • „Alexa, sage Neato höre auf zu reinigen.“
  • „Alexa, sage Neato pausiere die Reinigung.“
  • „Alexa, frage Neato nach dem Batteriestand.“

Viele Befehle bedeuten aber nicht immer gleich, dass die Sprachsteuerung auch richtig gut ist. Vielen Nutzern gefällt die Übersetzung nicht so richtig. Außerdem soll alles noch nicht so wirklich ausgereift sein.

Insgesamt ist die Alexa Unterstützung sicher nocht nicht perfekt. Aber immerhin funktioniert sie größtenteils und ist durchaus nützlich. Ich hoffe aber noch auf das ein oder andere Software Update.

Google Home

Google Home können Sie aktuell nur nutzen, wenn Sie Lust haben sich auf Englisch mit Ihrem D7 zu unterhalten. Eine andere Sprache ist aktuell noch nicht verfügbar. Sollte sich daran etwas ändern, dann erfahren Sie es auf der Neato Support-Seite.

Die Sprachbefehle sehen dafür folgendermaßen aus:

  • „Ok Google, ask Neato Robot to start cleaning.“
  • „Ok Google, ask Neato Robot to stop cleaning.“
  • „Ok Google, ask Neato Robot to pause.“
  • „Ok Google, ask Neato Robot to tell me my robot’s battery level.“
  • „Ok Google, ask Neato Robot to set schedule every monday at 08:00 PM.“

Über Google Home können Sie wesentlich mehr Befehle geben und auch zum Beispiel einen Reinigungplan speichern. Außerdem gibt es für jeden Befehl verschiedene Sätze. Das finde ich auch wesentlich natürlicher. Immerhin sollte ein Smarthome-Gadget erkennen, dass „start cleaning“ und „start“ das selbe bedeutet.

Wenn Neato das auch für die deutsche Sprache umsetzt, wäre das schon wirklich sehr cool. Im Moment ist es aber nicht für uns alle von Nutzen. Gerade ältere Menschen sind oft einfach nicht so fit in Englisch.

Update: Mittlerweile können Sie auch die die deutsche Sprachversion nutzen.

Apple und Android Wear-Smartwatch

Wenn Sie eine Smartwatch besitzen, können Sie diese ebenfalls nutzen, um Ihren D7 zu steuern. Diese müssen Sie natürlich vorher koppeln.

Grundlegende Funktionen, wie Starten, Beenden und Empfangen von Push-Nachrichten, sind aktuell abrufbar. Hier darf auch gerne etwas mehr kommen.

Facebook Messenger

Wer möchte, kann seinen Saugroboter auch gerne per Facebook Messenger starten. Hierfür steht Ihnen der Neato Chatbot zur Verfügung. Ich weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll.

Mal abgesehen davon, dass der D7 wieder mal nur Englisch versteht, ist mir das irgendwie zu viel. Ich meine, es dauert keine 5 Sekunden, um den Neato Saugroboter per App zu starten. Muss es da unbedingt der Facebook Messenger sein?

Sprachbefehle sind in meinen Augen durchaus nützlich, aber hiermit kann ich nichts anfangen. Es wäre mir persönlich lieber gewesen, wenn man bei Neato die Google Home und Alexa für andere Sprachen entwickelt hätte, statt ganz viele verschiedene Dienste nur in Englisch anzubieten.


Hochwertiges Zubehör, das gerne etwas mehr sein dürfte

Der Neato D7 kam gut verpackt bei uns zuhause an. Das sage ich zwar in fast jedem Testbericht (es stimmt natürlich auch immer), beim D7 wurde sich aber besonders viel Mühe gegeben.

Lieferumfang D7

Etwas mehr Zubehör im Lieferumfang hätte uns sicher gefreut.

Im Karton hat nichts gewackelt – trotzdem war alles durch Styropor und Pappe ordentlich geschützt, ohne dabei verschwenderisch viel Material zu nutzen. Da haben sich Leute sichtlich Gedanken gemacht.

Diese Art von „Gedanken machen“ wird sich übrigens durch den ganzen Testbericht ziehen. Bei Neato Robotics arbeiten scheinbar sehr kluge Menschen.

Aber was packen die Mitarbeiter von Neato denn alles in den Lieferumfang rein? Ich habe es Ihnen mal aufgelistet:

  • Neato Botvac D7 Connected
  • Saugbehälter (700 ml, sehr groß)
  • automatische Ladestation
  • 2x Hochleistungsfilter
  • Magbetband (Bereiche absperren)
  • Reinigungswerkzeug
  • Stromkabel (EU- & USA-Stecker)
  • Bedienungsanleitung

Grundsätzlich bekommen Sie erstmal alles Nötige, um den Saugroboter zu starten. Das vier Meter lange Magnetband ist ebenfalls eine tolle Ergänzung, wenn Sie die App nicht nutzen möchten. Ansonsten wird es wohl oder übel in der Ecke landen. So war es zumindest bei mir.

Außerdem gibt es noch einen zweiten Filter – als Ersatz – sobald der erste den Geist aufgibt. Das spart Ihnen zumindest das erste mal Nachkaufen. Eine Ersatz-Seitebürste packt Neato aber nicht mit dazu.

Filter vom D7

Ein Filter ist neu, einer gebraucht. Erkennen Sie den Unterschied :D?

Das kleine Reinigungswerkzeug ist auf jeden Fall notwendig. Denn der Neato D7 wickelt Haare um seine Hauptbürste als wäre es ein Lockenwickler. Ok ja, ich übertreibe etwas. Trotzdem sammelt sich einiges um die Bürste.

Mit dem Werkzeug können Sie diese aber leicht durchschneiden (mehr dazu im Abschnitt „WARTUNG“). Leider besitzt das Tool aber keinen Pinsel zum Abstauben des Saugbehälters.

Ingesamt hat der Lieferumfang des D7 bei mir sicher keine Freudensprünge ausgelöst. Denn so richtig viel ist ja nicht dabei. Aber: Die umfangreiche App kompesiert das problemlos. Qualität ist am Ende des Tages sowieso wichtiger als die Quantität. Und was die wichtigsten zwei Zubehörteile (Saugbehälter & Ladestation) können, schauen wir uns jetzt an.

Ein großer Saugbehälter, der keinen Schmutz verliert

Der Saugbehälter des Neato D7 ist für mich ein absolutes Parade-Beispiel. Da stimmt einfach (fast) alles.

Mit 700 ml bietet der Behälter richtig viel Platz für Schmutz. Damit besitzt er ca. 50% mehr Volumen als die der anderen Premium-Konkurrenten. Deren Hersteller bauen oft sehr große Akkus ein. Da bleibt oft kein Platz mehr für einen großen Saugbehälter.

Saugbehaelter D7

Der Saugbehälter hat ordentlich Platz für jede Menge Schmutz.

Der D7 hat lustigerweise beides. Denn mit 4200 mAh ist auch der Akku nicht von schlechten Eltern. Der Kompromiss: Das Neato Flaggschiff ist mit 32 x 34 x 10 cm auch sehr groß geworden.

Der iLife V80 (zum Test) bietet übrigens mit 750 ml noch ein klein wenig mehr Platz für Schmutz als der Neato D7. Leider mussten die iLife Ingenieure dafür den Saugmotor in den Schmutzbehälter bauen. Wo das Problem liegt?

Naja, ganz einfach: Sie können den Saugbehälter dann nicht auswaschen. Das Wasser würde die Elektronik zerstören. Das macht die Wartung wein wenig umständlicher.

Haferflockentest nachher D7

Die durchsichtige Optik des Saugbehälters hat schon was.

Beim D7 ist das nicht so. Der Saugbehälter kann ganz normal ausgewaschen werden.

Aber nicht nur die Größe des Saugbehälter macht ihn so unglaublich praktisch. Er wurde auch so konzipiert, dass kein Schmutz beim Herumtragen herausfällt. Die Entwickler haben nämlich a) die Saugöffnung weit nach oben gesetzt und dem Behälter b) einen „Bauch“ verpasst.

Während beim Deebot Ozmo 930 schon bei 70% Füllkapazität der Schmutz durch die Saugöffnung wieder herauskam, kann der Behälter des Neato D7 bis zum Anschlag vollgemacht werden.

Wenn der Saugbehälter dann an seine Belastungsgrenze kommt, weist Sie der D7 z.B. per App darauf hin, dass Sie ihn leeren müssen – sonst setzt er seine Reinigung gar nicht fort. Praktisch wie ich finde. Dadurch habe ich mich kein einziges mal mit dem Saugbehälter beschäftigen müssen.

War er voll, habe ich ihn geleert. Habe ich ihn geleert, fiel nichts heraus. Es klingt so einfach, ist aber oft auch bei Premium-Modellen keine Selbstverständlichkeit.

Einziges Manko: Der Saugbehälter lässt sich etwas ruckelig öffnen. Der Hebel, der die Verriegelung löst, funktioniert z.B. beim Xiaomi Roborock S5 deutlich smoother. Das ist bei D7 durchaus leicht hackelig.

Ein großer, hochwertig verarbeiteter Saugbehälter, der sich meldet, wenn er voll ist. Was will man mehr? Richtig: einen smoothen Hebel zum Öffnen der Verriegelung. Mensch, wir sind heute aber wieder schwer zufrieden zu stellen. Insgesamt ein toller Saugbehälter, mit kleinem Manko.

Ultra Performance Filter – und jetzt auf Deutsch bitte

Die eingesaugte Luft wird bei einem Saugroboter über den Filter durch die Auslässe wieder freigelassen. Je besser der Filter ist, desto mehr Bakterien und Allergene bleiben in ihm hängen. Der Filter des D7 soll laut Herstellerangaben bis zu 99% kleinster Staubpartikel (max. 10 Mikrometer) zurückhalten.

Filter vom D7

Ein Filter ist neu, einer gebraucht. Erkennen Sie den Unterschied :D?

Das können wir so natürlich nicht testen, da wird kein Labor zur Verfügung haben. Der Filter macht aber einen sehr soliden Eindruck und besitzt zusätzlich einen Vorfilter.

Das verhindert zum Beispiel, dass Kaaba-Pulver den Filter verstopft. Die Filter günstigere Modelle mussten wir häufig nach unseren Saugtests wegwerfen. Beim Neato D7 war das nicht der Fall.

Der D7 besitzt übrigens als einziger der Neato Saugroboter einen „Ultra Performance Filter“. Die günstigeren Modelle, wie der D3, haben nur einen „Standard-Filter“ verbaut.

Ladestation zu leicht verschiebbar

Die Ladestation des Neato D7 ist sehr groß und besitzt ein Kabel-Aufbewahrungsfach. Das Kabel selbst ist sehr dick und hochwertig verarbeitet.

Leider ist es aber auch etwas steif. In Kombination mit dem doch sehr ungünstig gebauten Aufbewahrungsfach, können Sie eigentlich kaum Kabel aufbewahren. Das wurde beim Deebot Ozmo 930 deutlich besser gelöst.

Die Ladestation ist zum ganz großen Teil aus Kunststoff. Das macht sie natürlich sehr leicht. Leider fehlen zusätzlich auch noch (vernünftige) Gumminoppen am Boden der Docking-Station. Dadurch verrutscht die Station sehr leicht. Ich kann sie problemlos mit dem kleinen Finger bewegen.

Das Ende vom Lied: Was beim Roborock S5 in Perfektion funktioniert hat, klappt hier so semi. Der Neato D7 hat es zwar immer in die Ladestation geschafft, aber auch nur weil ich sie hin und wieder mal gerade gerückt habe.

Nach zwei oder drei Reinigungsdurchgängen steht die Ladestation schnell mal leicht schief an der Wand. Wenn Sie die Station nicht hin und wieder mal zurecht rücken, wird das über kurz oder lang wohl zu Fehlern beim Einparken führen.

Beim Roborock S5 war das ganz anders. Seine Ladestation stand wie festbetoniert an der immer selben Stelle – im immer selben Winkel. Und das einfach durch ein bisschen mehr Gewicht und vernünftige Gumminoppen am Boden.

Der Neato D7 besitzt seine Ladekontakte nicht, wie häufig üblich, vorne. Die Kontakte befinden sich hinten am Roboter. Das bedeutet, dass er sich jedes mal vor dem Einparken um 180 Grad drehen muss. Das klappt aber einwandfrei und ist äußerst unterhaltsam anzusehen.

Was der Saugroboter so vielen Saugrobotern voraus hat, ist die Möglichkeit zwischenzuladen. Geht dem D7 nämlich mal der Saft aus, fährt er einfach zur Ladestation zurück, lädt auf, und setzt seine Reinigung genau dort fort, wo er zuletzt aufgehört hat. Wenn Sie große Etagen auf einmal reinigen lassen möchten, ist dieses Feature absolut esenziell.

Die Neato Ingenieure haben aber noch ein kleines Extra oben draufgelegt: die sogenannte „Punktlandung“. Der D7 lädt nämlich nur so viel Akku nach, wie er benötigt, um die restliche Reinigung abzuschließen.

Zubehör ersetzen bzw. nachkaufen

Klar, bei Saugrobotern verschleißen natürlich Verbrauchsmaterialien. Dazu gehören z.B. Bürsten und Filter. Leider gibt es in der App keine direkten Hinweise darauf, wie lange einzelne Teile noch halten.

Allerdings können Sie sich in einem gewissen Zeitrahmen Erinnerungen setzen, wann Sie beipielsweise die Hauptbürste austauschen möchte. Die App bietet Ihnen hier die Möglichkeit einen Wert zwischen 3 und 6 Monaten wählen.

App Neato Saugbehaelter leeren

App Neato Moeglichkeiten der App

Sie möchten eine Empfehlung von mir hören? Na gut, dann schlage ich Ihnen Folgendes vor:

  • Wechseln Sie die Hauptbürste nach 6 Monaten.
  • Den Filter tauschen Sie am besten nach 3 Monaten aus.

Zubehör für den D7 gibt es auf Amazon genug. Häufig sind es Drittanbieter, die Teile sind aber meistens gut bewertet.

Wenn Sie einen (oder mehrere) Filter nachkaufen, achten Sie aber unbedingt auf Folgendes: Die Filter aus der Neato D-Reihe lassen sich austauschen. Allerdings sind sie nicht alle gleich! Der Neato D7 besitzt einen „Ultra Performance Filter“, der D3 nur einen Standard-Filter. Achten Sie also auf die richtige Bezeichnung.

Falls Sie sich etwas schwer tun: Auf der Neato Homepage finden Sie auch nochmal eine Auflistung der gesamten Ersatzteile.

Hier geht es direkt zum Neato D7 Zubehör auf Amazon*.


So warten Sie den Neato D7

Ich kenne aktuell keinen Saugroboter, den Sie nicht hin und wieder warten müssten. Beim Neato D7 beschränkt sich das auf das Ausleeren des Saugbehälters, die Reinigung der Bürsten und das Abwischen von Sensoren.

Hier unsere Schritt-für-Schritt Anleitung zur Wartung Ihres Neato D7:

  • Nehmen Sie den Saugbehälter aus dem Roboter und leeren Sie ihn.
  • Mit der Kammseite des Reinigungswerkzugs reinigen Sie den Filter.
  • Entfernen Sie die Seitenbürste.
  • Nehmen Sie den Schutz der Hauptbürste vom Roboter.
  • Schneiden Sie mit der Klinge am Reinigungswerkzeug die Haare an der Hauptbürste ab
  • Entnehmen Sie die Bürste und entfernen Sie die Haare
  • Reinigen Sie die Sensoren unten und oben am D7 mit einem Mikrofasertuch

Was sich jetzt sehr lang und nervtötend anhört, dauert nur 5 Minuten. All die Schritte stehen auch nochmal detailliert und bebildert in der Bedienungsanleitung des Neato D7. Ich habe es hier nur nochmal der Vollständigkeit halber aufgelistet.

Im Großen und Ganzen bin ich mit der Wartung des Neato D7 sehr gut klar gekommen. Warten Sie Ihren Saugroboter am besten einmal die Woche. Das dürfte ausreichen.


Verarbeitung und Optik: Neato typisch gut

Die Ladestation hatte ich ja schon zu Beginn dieses Artikels kritisiert. Die restliche Verarbeitung des Saugroboters gefällt mir wesentlich besser. Es wackelt nichts und alle Einzelteile machen einen hochwertigen einen hochwertigen Eindruck.

D7 seitlich

Optisch ist der Neato D7 definitiv eine 1.

Mit 3,4 kg ist er zwar relativ schwer, aber auch das trägt eher positiv zum haptischen Eindruck bei. Ich habe beim Tragen des Neatos nie das Gefühl gehabt, dass sich etwas billig anfühlt.

Ein fettes Manko gibt es aber doch: Der D7 hat sich in unserem Test die Abdeckung seines Laserturms zerkratzt. Das liegt an unserem Regal im Gang unter das er sich gequetscht hat. Das ist ziemlich ärgerlich und darf bei einem so teuren Produkt eigentlich nicht vorkommen. Auf die Funktion des Sensors hat sich das allerdings nicht ausgewirkt.

Alle Ergebnisse im Überblick

Danke Neato! In Zeiten, in denen quasi jeder Saugroboter gleich ist, wirkt der D7 Botvac Connected wahnsinnig erfrischend. Weil er aber nicht nur anders, sondern auch richtig gut ist, empfehlen wir euren Top-Liner gerne weiter.

Gesamtbewertung

86.44%

Preis-/Leistung: 72%

Lieferumfang & Zubehör
81.7%
Reinigung Hartböden
91%
Reinigung Teppiche
83%
Navigation & Funktionen
88.5%
Benutzerfreundlichkeit
82.8%
Geeignet für Leute, die:
  • Eine grandiose Saugleistung erwarten
  • Teppiche und Hartböden zuhause haben
  • Auf mehreren Etagen leben
  • Viele Features nutzen möchten
Ungeeignet für Leute, die:
  • Viele lange Teppiche zuhause haben (Hochflor)
  • Weniger zahlen möchten, günstiger: 360 S7

Einzelbewertung Neato Botvac D7 Connected

Kriterium Gewichtung Bewertung
Lieferumfang & Zubehör10%81.65%
Lieferumfang35%78%
Saugbehälter30%82%
Verfügbarkeit Ersatzteile35%85%
Reinigung Hartböden20%91%
Hartboden Saugtest50%97.3%
Ecken & Kanten20%69%
Reinigung Haare10%87.5%
Hartböden im Alltag20%99%
Reinigung Teppiche20%83%
Softflor Teppich30%73%
Kurzflor Teppich30%81%
Teppiche Alltag40%92%
Navigation & Funktionen30%88.45%
Fahrverhalten30%90%
Funktionen30%90%
Anpassungsfähigkeit25%88%
Akkuleistung15%83%
Benutzerfreundlichkeit10%82.8%
Lautstärke30%65%
Bedienung30%87%
Reinigung & Wartung20%91%
Verarbeitung20%95%
Gesamtbewertung 86.44 ("gut")

Produktdaten des Neato Botvac D7 Connected

Roboter-TypSaugroboter
HerstellerNeato
NavigationSystematisch, Kartierung der Wohnung
Multi-Raum tauglich
aufladen überLadestation (automatisch)
Akku-Laufzeit120 Minuten
Akku Technologie4200 mAh Lithium-Ionen-Akku
Ladezeit bei leerem Akkuca. 3 Stunden
ReinigungsmodiAuto, Zonen-Reinigung, Spot-Modus
max. Schwellenhöhe2,0 cm
Reinigungszeit Testzimmer (14 m²)22 Minuten (eher langsam)
geeignete BödenHartböden, Teppiche
Saugleistung2000 pa
Saugleistung verstellbarja per App in 2 Stufen (wird gespeichert)
automatische Erhöhung Saugleistungnein
Hauptbürste
Breite der Hauptbürste27,4 cm
Saugbehälter Volumen700 ml (groß)
Feinstaubfilter (z.B. HEPA)
Lautstärke66 db, 68 db (eher laut)
Steuerung überAlexa, Apple Whatch, App, Facebook Chatbot, Google Home, IFTTT, Roboter
Kartierung der Räumlichkeiten
Speichert mehrere Etagen in Karte
No-Go-Lines
Bereichsreinigung
AbsturzsensorInfrarot-Sensoren
EntfernungssensorInfrarot-Sensoren, Laserdistanz-Sensor
Sensor für smarte Navigationja, Laserdistanz-Sensor
Maße32 x 34 x 10 cm
Gewicht3,4 kg
Doppeltes ZubehörFilter
Zubehörteile erhältlichja, z.B. Amazon o. Neato Homepage
Preisvergleich

Preis-/Leistung: 72% (geht billiger)

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1 beantwortete Fragen

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Tanja 5. Mai 2020 um 21:45

Hallo,
Seit Tagen stöbere ich auf eurer Seite nach einem geeigneten Saugroboter. Wir (4 Personen)wohnen ländlich mit 1 Kind (5) und einem weißen Schäferhund, die beide viel Sand und Haare im Haus verteilen. Ich möchte den Roboter im Erdgeschoss nutzen (ca 100qm) ein großer Küchen-/Wohnbereich, Büro, Bad und Flur. Unter dem Esstisch liegt ein kurzflooriger Teppich.
Was würdet ihr hier empfehlen? Ins Auge gefasst habe ich den Neato oder einen Roborock…
Oder habt ihr noch einen anderen Vorschlag?
Über einen Tipp würde ich mich freuen

Antworten

Andi 5. Mai 2020 um 22:43

Hallo Tanja,

der Neato D7 hat richtig viel Power – der klingt perfekt. Sag uns dann, wie zufrieden du mit dem Roboter bist!

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